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KoopGH Thema5

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Thema 5: Medien- und Methodenkompetenz f�rdern

Bearbeitet von: Isgen Ebenfalls zust�ndig: Tina H�ndler

Contents

[edit] Grunds�tzliche �berlegungen zur F�rderung der Methoden- und Medienkompetenzen

Definition des Begriffs "Kompetenz": sie stellt die Verbindung zwischen Wissen und K�nnen her und ist zu verstehen als die Bef�higung zur Bew�ltigung von bestimmten fachspezifischen Situationen oder Aufgaben (vgl. Terhart 1998).

Gerade im Hinblick auf die ver�nderte Lebenswelt der Sch�lerInnen erh�lt die F�rderung der Methoden- und Medienkompetenzen in der Schule eine wichtige Stellung. Auf der Grundlage konstruktivistischer Lernmodelle werden folgende Anspr�che an den Lernprozess gestellt: (a) Lernen im sozialen Kontext, (b) Lernen als aktiver, autonomer Prozess, (c) Problem- und Handlungsorientierung, (d) Adressaten- und Interessenorientierung. Damit einher geht die Forderung, dass die Gestaltung des schulischen Unterrichts den Erwerb und die Ein�bung unterschiedlicher Kompetenzen erm�glicht, sodass die Sch�lerInnen im selbstt�tigen, selbstst�ndigen, problemorientierten, kritikf�higen Arbeiten gef�rdert werden.

Dies kennzeichnet deutlich den Wechsel in der Unterrichtsmethode auf Seiten des Lehrers: Weg vom lehreraktiven Frontalunterricht, hin zum sch�leraktiven Unterricht.

[edit] Methodenkompetenz

Wortbedeutung "Methode": (griech. 'Weg zu etwas hin'). Unterrichtsmethoden sind Formen und Verfahren, in und mit denen sich Lehrer und Sch�ler die sie umgebende nat�rliche und gesellschaftliche Wirklichkeit unter institutionellen Rahmenbedingungen aneignen.(Meyer 1994 S.45) Methodenkompetenz f�rdern hei�t, den Sch�lern methodische Handlungsweisen zu vermitteln, die ihnen helfen, einen Unterrichtsgegenstand selbst�ndig zu erarbeiten. So verstanden sind Methoden vom Lehrer "angeleitete oder individuell gefundene Lern- und Arbeitstechniken der Sch�lerInnen". Bsp. Markieren von Schl�sselbegriffen, Mindmapping etc.(Wiater, 2000).

[edit] Medienkompetenz

Bezeichnung f�r eine Vielzahl von F�higkeiten, die notwendig sind, um an der Informations- und Mediengesellschaft teilnehmen zu k�nnen. Dazu z�hlt u.a. die F�higkeit, Informationen aufnehmen und begreifen zu k�nnen (lesen, verstehen) und sie hinsichtlich ihres Wahrheitsgehalts und ihrer Bedeutung richtig zu bewerten und ausw�hlen, aber auch die Bef�higung, technische M�glichkeiten zur Kommunikation und Informationsvermittlung einzusetzen. (...) (Grosses W�rterbuch Psychologie 2004)

[edit] Unterrichtsmethoden

Man unterscheidet f�nf Ebenen methodischen Handelns (in Form des Strukturmodells nach MEYER 1994), siehe Bild 1.

Bild 1: Strukturmodell nach MEYER 1994

Die Unterrichtsmethodik thematisiert die verschiedenen Formen der Unterrichtsgestaltung. Sie kann in verschiedenen Ebenen unterschieden werden.

Bild 2: Formen nach GL�CKEL
  • Gro�formen des Unterrichts: Klassenunterricht, Projekt, Freiarbeit.
  • Sozialformen: Frontalunterricht, Gruppenunterricht, Partnerarbeit, Einzelarbeit. Es gibt nur diese vier Sozialformen. Es k�nnen innerhalb einer Unterrichtsstunde mehrere Formen miteinander verkn�pft werden.
  • Aktionsformen/Handlungsmuster/Methoden im engeren Sinne: Vortrag, Erz�hlung, Diskussion, Textarbeit u.s.w.
  • Man kann drei m�gliche Formen unterscheiden: darbietende, erarbeitende und entdecken-lassende Lern-Verfahren, siehe Bild 2.
  • Verlaufsformen: Einstiegsphase, Erarbeitungsphase, Sicherungsphase, Stundenausstieg.
  • Die Verlaufsformen bestimmen die Prozess- und Zeitstruktur des Unterrichts. Seit Herbart sind viele Konzepte ersonnen worden: Herbart (Klarheit, Assoziation, System, Methode), Roth (Stufen der Motivation, der Schwierigkeiten, der L�sung, des Tuns und Ausf�hrens, des Behaltens und Aus�bens und der Bereitstellung, �bertragung , Integration) u.s.w. bis hin zum flexiblen Konzept von Hilbert Meyer (s.o.).
  • Inszenierungstechniken: erkl�ren, verfremden u.s.w.
  • BOVET & HUWENDIEK: es gibt nicht die Methode, sondern es m�ssen generell immer alle Unterrichtsformen [..] im didaktischen Horizont bedacht und entschieden werden. Ansonsten Gefahr der methodischen Beliebigkeit. Wichtig dabei ist, dass die Methoden immer mit Blick auf die jeweiligen Inhalte auf die Sinnhaftigkeit ihres Einsatzes hin abgestimmt sein m�ssen: der Methodeneinsatz darf also nicht zum Selbstzweck werden.
  • MEYER: Methodenfreiheit ist kein Freibrief f�r beliebiges Lehrerhandeln, sondern nur dann gerechtfertigt, wenn sie genutzt wird, um f�r Sch�ler Freir�ume f�r methodisches Handeln zu schaffen.

[edit] Medien

Medien lassen sich generell

  • nach unterschiedlichen Abstraktionsgraden
  • und nach dynamischen/statischen Momenten unterteilen.

Diese Unterteilung bestimmt Funktion und Einsatzm�glichkeiten und muss bei der Auswahl bedacht werden.


[edit] Visualisierungsmedien

[edit] Tafel

Die Tafel ist universell und einfach zu handhaben. Ein unbekannter Sachverhalt kann sofort notiert werden. Fehler k�nnen schnell korrigiert werden. Die Sch�ler k�nnen an der Erstellung eines Tafelbildes beteiligt werden. Vorteil des Tafeleinsatzes: kein zus�tzlicher Organisationsaufwand, da die Tafel Bestandteil jedes Klassenraumes ist (vgl. OHP, Beamer)

[edit] Overhead-Folien

Folien lassen sich u.a. nutzen als Motivationsimpulse oder zur Vorwissensaktivierung mit einer Abbildung, als begleitende Visualisierung zu einem Vortrag, als �bungsphase mit einem Folienpuzzle oder als Pr�sentation von Gruppenergebnissen. Beamerpr�sentationen: In Power-Point-Pr�sentationen lassen sich dynamische Graphiken, Tabellen, Ton-Dokumente, Filmsequenzen und aktuelle Webseiten einbinden. Leider k�nnen keine oder nur schwer Beitr�ge aus der aktuellen Stunde �bernommen werden. Beispiele f�r DGS und CAS siehe �bersicht.

Folien k�nnen auch S. gegebenen werden, die mit Aufgaben bereits fertig sind oder S., deren Hausaufgaben in �blicher Weise besonders sch�n aufgeschrieben sind, mitgegeben werden. Diese Folien sind dann als Musterl�sung verwertbar.

[edit] Medien f�r selbstst�ndigen Wissenserwerb

....

[edit] Texte als Lernmedien

Lernorientiertes Lesen kann in drei Stufen unterteilt werden: Erkennen von W�rtern, Verstehen von S�tzen und Satzfolgen und Einbau des gelesenen in das Vorwissen. Sch�ler sollten verschiedene Methoden kennen lernen, um Texte bearbeiten zu k�nnen.

Didaktische Hinweise zum Filmeinsatz: Curriculare Einbindung: Den Sch�lern sollte der Zusammenhang zwischen Film und Unterrichtinhalt vor dem Film klar sein. Orientierungsfragen: z.B. in Form von Beobachtungsauftr�gen erleichtern das Behalten und zeigen, dass der Film nicht der Unterhaltung dient, sondern einem Text vergleichbar Gegenstand der Analyse ist. Auswahl wichtiger Sequenzen: Fokussierung auf f�r den Unterricht wichtige Aspekte. Verfremden: motivationsf�rdernder und handlungsorientierter Umgang mit filmischen Sequenzen

[edit] Multimediale Lernumgebung (neue / digitale Medien)

Es herrscht ein breiter Konsens dar�ber, dass neue Medien vermittelt werden m�ssen. Neue Medien k�nnen das L�sen von Problemen erleichtern.

Zu neue Medien:

  • Leuders: "neue Medien bieten f�r den Mathematikunterricht die Chance zu einer grundlegenden inhaltlichen und methodischen Reform. Sie erm�glichen eine Entlastung von Routinearbeiten und bahnen daher [den Weg f�r] exploratives und kreatives Arbeiten, ebenso wie die Behandlung realistischer Anwendungssituationen und das Vernetzen von Inhalten."
  • Barzel, v. Saint-George: Medienkompetenz kann langfristig nur dann erworben werden, wenn die betreffenden Medien stets vorhanden sind, denn nur so k�nnen die SuS ihren individuellen L�sungsweg gehen und selbst entscheiden, ob der Medieneinsatz (PC, TR, etc) notwendig ist oder nicht. Das Medium soll als Werkzeug dienen und nicht um seiner selbst willen eingesetzt werden.
  • Weskamp: "Die Verwendung des Internets als Werkzeug erfordert besondere Fertigkeiten der Lerner, die entsprechend in der Schule vermittelt werden m�ssen. Techniken wie skimming, scanning oder das Erschlie�en von Wortbedeutungen aus dem Kontext sind zentral (...)."

[edit] Internetangebote

In Wikibooks entstehen gerade Onlinelehrb�cher nach dem Wiki-Prinzip (wie Wikipedia) zu verschiedenen Themenbereichen z.B.auch zur Schulmathematik.

Wikibooks: Mathematik

[edit] Verbindung zwischen Neuen Medien und (C-)E-I-S

Einige Didaktische Prinzipien stehen f�r das Bem�hen, einseitige Lernprozesse zu vermeiden und ein umfassendes Bild von den Lerninhalten zu vermitteln.

  • E-I-S-Prinzip nach Bruner

Lerninhalte sollen sowohl in konkret-handelnden Erfahrungen (enaktiv), als auch anschaulich-bildlich (ikonisch) sowie in abstrakten Begriffen und Symbolen (symbolisch) repr�sentiert werden. Diese Repr�sentationsebenen sind immer im Zusammenhang miteinander zu sehen (und nicht als aufeinander folgende Stufen im Lernprozess). Zu variieren ist also immer wieder die Ebene der Darstellung und der Argumentation.

  • Hole macht daraus C-E-I-S und f�gt damit den Computer zu den Repr�sentationsebenen hinzu. Zu beachten ist allerdings, dass der PC nicht nur Repr�sentationsebene, sondern auch Hilfsmittel zur Vermittlung der anderen drei Ebenen ist. Dies verdeutlicht das folgende Beispiel.
  • Beispiel: Tabellenkalkulationsprogramme (TKP)

TKP erm�glichen ein Arbeiten mit verschiedenen Darstellungsebenen: es k�nnen nicht nur numerische Daten (S), sondern auch Formeln (S) eingegeben, Berechnungen (E) durchgef�hrt sowie Graphen (I) erstellt und ver�ndert werden

HIER: VERKN�PFUNG zum Thema: ganzheitlich lernen m�glich !

  • Verbindung zwischen Medienkompetenz und Ger�stdidaktik von Kutzler

Bild einf�gen


[edit] �bersicht Medien

Liste ausf�hren:

a) allgemeine Software:

PPT, Mindmanager, Internetforen zur Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien (yahoogroups)...

b) fachspezifisch

Mathematik:

DGS:

CAS:

TK:

Modellierungssoftware: ...

Deutsch: ...

Englisch: Drill-and-Practice-Programme: Lernstoff wird in Form von Aufgaben bereitgestellt und abgearbeitet (z.B. Vokabellernprogramme, als Festigung von Faktenwissen). Tutorielle Programme: sorgf�ltig vorbereitete und f�r die S klar strukturierte Selbstlerneinheiten, die thematisch aufgebaut sind (z.B. Cornelsen Web-Units: www.cornelsen.de). Hypertext/ Hypermedia: offene Strukturen, in denen die Sch�lerInnen aktuell und individuell Informationen abfragen k�nnen (Internet). Hier gibt es zudem E-Mail- bzw. Online-Projekte, die den Austausch mit muttersprachlichen Partnern erm�glichen (z.B. http://www.tak.schule.de, amerikanische Partner)


Geschichte: ...

Sport: ...

[edit] Literatur

  • Gislinde Bovet/Volker Huwendiek: Leitfaden Schulpraxis, Rottweil 2005. (S.68ff und S.150ff)
  • Hilbert Meyer: Unterrichtsmethoden I/II, Frankfurt am Main 1994.
  • Grosses W�rterbuch Psychologie Grundwissen von A-Z: M�nchen 2004.
  • GL�CKEL, H. (1992): Vom Unterricht, 2. Aufl. Klinkhardt Verlag, Bad Heilbrunn.
  • LEUDERS (Hrsg.) (2003): Mathematik Didaktik, 5. Aufl. Cornelsen Verlag, Berlin.
  • Weskamp, Ralf: Fachdidaktik: Grundlagen und Konzepte. Berlin 2001.
  • Wiater, Werner: Methoden sind wie Wege. In: Lernchancen 15/2000, Basisartikel, S. 6-15.

[edit] Links



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