KoopGH Thema8
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Thema 8: Im schulischen Kontext kommunizieren und kooperieren
Zust�ndig: Katja Tholl, Sabine Gray
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[edit] I Im schulischen Kontext kommunizieren und kooperieren: Definition von Kommunikation
Aufgrund des konstruktivistisch gepr�gten Menschenbilds ist Kommunikation zu definieren als eine wechselseitige Beeinflussung von Individuen und Gruppen abh�ngig von Einstellungen, Gef�hlen und Handlungen. Das Gesagte ist nicht immer das Gemeinte und Verstandene.
- Als Lehrkraft ergibt sich hieraus die Aufgabe, sich �ber diesen Prozess bewusst zu sein. Dabei helfen die folgenden Theorien von Watzlawick und Schulz von Thun.
[edit] Theoretische Grundlagen
1. Das Sender - Empf�nger - Modell
Grunds�tzlich bedeutet Kommunikation Folgendes: Eine Person (Sender) teilt einer anderen Person (Empf�nger) eine Nachricht in verschl�sselter Form (Code) mit. Der Empf�nger entschl�sselt die Botschaft und gibt dem Sender eine R�ckmeldung �ber Empfang und Verst�ndigung.
1.1 Menschliche Kommunikation nach Paul Watzlawick
Watzlawick, ein Vertreter des "radikalen Konstruktivismus" vertritt die These, dass Wirklichkeit im Kommunikationsprozess entsteht. Sein Kommunikationsmodell beruht auf den folgenden f�nf Axiomen:
- 1. Man kann nicht nicht kommunizieren.
- 2. Jede Kommunikation hat einen Inalts- und einen Beziehungsaspekt.
- 3. Die Natur einer Beziehung ist durch die Inerpunktionen der Kommunikationsabl�ufe seitens der Partner bedingt.
- 4. Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalit�ten. Digitale Kommunikationen haben eine komplexe und vielseitige Syntax, aber eine auf dem Gebiet der Beziehungen unzul�ngliche Semantik. Analoge Kommunikationen dagegen besitzen dieses semantische Potential, hier fehlt aber die f�r eindeutige Kommunikation n�tige logische Syntax.
- 5. Zwischenmenschliche Kommunikationsabl�ufe sind entweder symmetrisch oder komplement�r, je nachdem ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit beruht.
1.2 Miteinander reden nach Friedemann Schulz von Thun
Schulz von Thuns Kommunikationsmodell stellt eine Erweiterung des zweiten Axioms Watzlawicks dar: Demnach beinhaltet eine Nachricht nicht nur einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, sondern enth�lt vier Botschaften:
- Sachinhalt
- Selbstoffenbarung
- Beziehung
- Appell
Entscheidende Teile einer Botschaft sind folglich auch die Art der Formulierung, die Mimik und Gestik und der Tonfall. Auch auf der Seite des Empf�ngers bestehen vier entsprechende Ebenen, auf denen die Nachricht unterschiedlich entschl�sselt und interpretiert werden kann, was zeigt, wie komplex Kommunikation ist.
[edit] Kommunikationsarten (R. Dubs)
- Wir kommunizieren verbal und non-verbal (Gesten, K�rperhaltung, Position im Raum, Mimik, Gestik, Augenkontakt, Bewegungen, Aussehen/Kleidung)
Wichtig:
- Symmetrie von Gesagtem und Gestik/Mimik
- Verst�rkung des Gesagten durch Mimik und Gestik
- Blickkontakt mit allen SuS (ohne aufdringlich zu wirken)
[edit] Konsequenzen f�r mich als Lehrkraft
- Bewusst machen, auf welche Seite ich vornehmlich senden will!
- Versuchen, die Sach- oder Appellseite deutlich zu machen, ohne SuS auf dem Beziehungsohr anzugreifen!
- Auf die Selbstoffenbarungsseite der SuS h�ren und diese richtig deuten!
- Kommunikation lernwirksam gestalten durch:
- Impulse statt geschlossener Fragen
- sachlich und m�glichst kurz informieren, durch Gestik und Mimik unterst�tzen
- durch Kommunikation angenehme Atmosph�re schaffen mittels:
- authentisches Verhalten
- Humor (wirkt, wenn angebracht, auflockernd); ABER: Verzicht auf Ironie
- aktives Zuh�ren, um Interesse an SuS zu zeigen und voreilige Stellungnahme zu vermeiden (vor allem bei Beratungsgespr�chen - im Unterricht sparsam einsetzen wegen Lehrerecho)
- Raumregie (Gudjons)
- statisch = Aufmerksamkeit b�ndeln
- diagonal = Dynamik
- ausgewogenes Distanz-N�he-Verh�ltnis (NIE zu nah!)
- Effektives Loben (Details s.u.):
- sich unmittelbar, ausschlie�lich und spezifisch auf eine bestimmte Verhaltensweise oder Leistung beziehen (Wer? Was? Wann? Wo?)
- den vorherigen Leistungsstand, den pers�nlichen Fortschritt und den individuellen Grad der Anstrengung ber�cksichtigen (aber nicht �bertreiben: schwache SuS nicht f�r jede Kleinigkeit loben, Gefahr: SuS gleichen sich an (self fulfilling prophecy)
- Generalisierungen vermeiden!
- Respektvolle Sprache:
- ICH-Botschaften senden
- akzeptierend und nicht wertend antworten (Trennung von Person und Handlung)
- R�ckmeldung und Ermutigung:
Schaffung einer fehlerfreundlichen Arbeitsatmosph�re durch beschreibende R�ckmeldungen, Ermutigung und konstruktive Kritik.
- Metakommunikation:
Die Art und Weise der Kommunikation und des Umgangs wird offen thematisiert (z.B. im Klassenrat).
[edit] Beratung
[edit] Definition
Otto-Walter-M�ller (Leitfaden Schulpraxis): Beratung ist eine soziale Interaktion zwischen Ratsuchenden mit dem Ziel, im Beratungsprozess Entscheidungshilfen zur Bew�ltigung von aktuellen Problemen gemeinsam zu erarbeiten.
[edit] Personen
2.2.1 Berater
Im Schulalltag haben diverse Personen die Rolle des Beraters:
- Klassen- und Fachlehrer
- Beratungslehrer
- Tutoren
- Streitschlichter
- AKO
- Drogenberater
2.2.2 Adressaten
2.2.3 Sch�ler Beratung bei pers�nlichen Problemen, Lernberatung, Beratung im Rahmen von Schulorganisation, Beratung bei sozialen, schulischen, fachlichen Fragen/Problemen
2.2.4 Kollegen Beratung erfolgt auch mit Kollegen, z.B. in kollegialer Fallberatung, Supervision und durch Schulleiter (Entwicklungsgespr�che)
2.2.5 Eltern Beratung erfolgt am Elternsprechtag und in Sprechstunden. Gegenst�nde sind Leitungsstand, Versetzung, Erziehungsangelegenheiten und pers�nliche Probleme.
2.2.6 Institutionen Beratung kann auch in Beratungsstellen au�erhalb von Schule stattfinden, wobei dabei die Schule eine vermittelnde Rolle �bernehemen kann:
- Drogenberatung
- Berufsberatung
- schulpsychologischer Dienst
- Kinderschutzbund
- pro familia
- Sorgentelefon
[edit] Formen der Beratung
2.3.1 Schullaufbahnberatung Austausch von Infos, L. kennen Details und geben das Wissen weiter. Beratung = Entscheidungshilfe.
2.3.2 Psychosoziale Beratung Ziel: bei Lern- und Arbeitsschwierigkeiten, sozialen Konflikten und psychischen St�rungen des S. zu helfen und dem S. neue Handlungsperspektiven zu er�ffnen.
2.3.3 Systemberatung Wenn Experten konsultiert werden um zu helfen, schulische Innovationen oder Konflikte oder schulinterne Reibungsverluste aufzuarbeiten.
2.3.4 Lernberatung Ber�tung zur F�rderung von S., z.B. auf der Grundlage von Lern- und F�rderempfehlungen oder auch mit Hilfe diagnostischer Verfahren.
[edit] Gespr�chsverhalten
Refraiming (Umdeuten) Menschliche Denkmuster weisen in der Regel eine Ordnung auf, nach der Ergebnisse interpretiert und dann wahrgenommen werden. Das Umdeuten soll den Rahmen so gestalten, dass der K. in eine positive Denkrichtung gelenkt wird.
Paraphrasieren Berater meldet sein Verstehen durch verbale AUssage zur�ck.
Spiegeln Der Lehrer beobachtet in der K�rperhaltung, Mimik etc der S. ein Unverst�ndnis, Skepsis, Zustimmung, Verst�ndnis... und fordert zum Verbalisieren auf. Bsp.: "Leon, ich sehe, du hast das nicht verstanden. Wie kann ich die helfen)"
Aktives Zuh�ren Der Empf�nger gibt dem Sender eine R�ckmeldung �ber die Botschaft, die er empfangen hat. Der Sender �berpr�ft, ob die empfangene Nachricht mit dem �bereinstimmt, was er sagen wollte.
Nachfragen/Konkretisieren Der Sender wird aufgefordert, seine �u�erungen noch deutlicher oder ausf�hrlicher darzulegen.
Impulsgebung / Weiterf�hrung
Das Weiterf�hren geschieht in Form einer Frage, doch wird der Gespr�chspartner aufgefordert, �ber seinen augenblicklichen gedanklichen Horizont hinauszugehen.
[edit] Das Unterrichtsgespr�ch
1. Definition
Unterrichtsgespr�ch = alle Situationen im Unterricht, in denen ein gemeinsamer Austausch der SuS stattfindet. Prim�res Ziel: M�glichst viele SuS �u�ern sich nacheinander zu einem bestimmten Thema.
2. Formen von Unterrichtsgespr�chen:
Die verschiedenen Formen des UG lassen sich durch den Grad der Lenkung durch den L. systematisieren. Angefangen mit geringer Lenkung:
- Unterhaltung: freier Austausch von Meinungen
- Freies UG, bzw. Kreis- oder Sch�lergespr�ch: L. nimmt sich weitgehend zur�ck, ist Moderator oder Berater
- Diskussion (Streitgespr�ch, Debatte): sind an klare Regeln gebunden, in denen SuS ihre Argumentations- und Konfliktl�sungsf�higkeit erproben
- Entwickelndes UG: Erkundungsgespr�ch; L. entwickelt aus der Sicht und Fragehaltung der SuS eine Sach-, Sinn- oder Problemzusammenhang, wobei die nat�rliche Neugier, die Vorkenntnisse und Kombinationsf�higkeiten genutzt werden, um die SuS zum Nachvollziehen der im Gespr�chsgegenstand enthaltenen Fragen oder Probleme zu bewegen.
- Fragend-gelenktes Lehrgespr�ch: L. gibt Inhalt und Ziel vor, er zwingt SuS durch regelm��ige R�ckfragen zum Nachvollziehen des Gedasnkengangs.
- Pr�fungsgespr�ch
[edit] Konflikte im Schulalltag
Pr�vention und Antizipation nach LOHMANN(S. 93-151). 1. Beziehungsebene: Merkmale professioneller Kommunikation im Klassenraum:
- Selektive Authentizit�t:
- Alles was ich sage, sollte ich auch so meinen; aber nicht alles, was ich meine, auch sagen.
- Aktives Zuh�ren:
- Der Empf�nger einer Botschaft bestimmt ihre Bedeutung. Paraphrasierende R�ckmeldung geben.
- Gezielter Einsatz nonverbaler Kommunikation:
- Bewusster Einsatz nonverbaler Anteile zur Erh�hung der Eindeutigkeit der verbalen Botschaft.
- Respektvolle Sprache:
- ICH-Botschaften senden, akzeptierend und nicht wertend antworten, (Trennung von Person und Handlung).
- R�ckmeldung und Ermutigung:
- Schaffung einer fehlerfreundlichen Arbeitsatmosph�re durch beschrei-bende R�ckmeldungen, Ermutigung und konstruktive Kritik.
- Metakommunikation:
- Die Art und Weise der Kommunikation und des Umgangs wird offen thematisiert (z.B. im Klassenrat).
[edit] Merkmale effektiven Lobens
- nicht zuf�llig, verschwenderisch oder allgemein als Werturteil �ber Personen ausgesprochen, sondern bezieht sich unmittelbar und ausschliesslich auf eine bestimmte Verhaltensweise oder Leistung.
- es ist spezifisch, indem es besondere Einzelheiten der Leistung beschreibt und dem Sch�ler eine R�ckmeldung �ber den Grad des Erreichten gibt.
- es ber�cksichtigt den vorherigen Leistungsstand, den pers�nlichen Fortschritt und den individuellen Grad der Anstrengung.
- es enth�lt eine pers�nliche Anteilnahme, Reaktion oder Emotion des Lehrers.
- es f�hrt die Leistung auf interne Faktoren (Anstrengung, F�higkeiten) zur�ck, st�rkt das Vertrauen des Sch�lers in eigene F�higkeiten und ermutigt ihn zu weiteren Anstrengungen.
Zu vermeiden:
Generalisierungen vermeiden:
- keine pauschalen Werturteile aussprechen! Sowohl Lob als auch Kritik spezifizieren(wer, was, wann, wo?)
- nur einzelne Adressaten ansprechen, wenn m�glich nicht vor versammelter Mannschaft.
- nach M�glichkeit Worte wie alle, keiner, immer, dauernd, nie vermeiden.
- Vergleich mit anderen Klassen tunlichst unterlassen!
[edit] Humor im Unterricht
Guter Humor wirkt sich positiv auf alle drei Dimensionen unterrichtlichen Handelns aus:
- auf der Beziehungsebene
- auf der Lehr-Lern-Ebene
- auf der Managementebene
Er ist allerdings nur bedingt planbar oder erlernbar, meistens wird er spontan eingesetzt, wenn es die Situation ergibt und ist an die Lehrerpers�nlichkeit gekoppelt. Man kann ihn jedoch auch gezielt in bestimmten Situationen einsetzen.
Einsatzm�glichkeiten von Humor:
- zu Stundenbeginn, um Sch�ler zu motivieren
- zur Entkrampfung in Problemsituationen mit gespannter Atmosph�re
- nach konzentrierten Phasen zur Auflockerung und Entspannung
- in anh�genden� Unterrichtsphasen, um Sch�ler aus der Reserve zu locken
- in unruhigen Phasen, um Aufmerksamkeit zu gewinnen
- in eint�nigen Situationen, um Langeweile zu bek�mpfen (auf beiden Seiten!)
- systematisch zur Beziehungspflege.
- Nach gewonnener Erkenntnis ("Der alte Newton hat 3 Jahre daf�r gebraucht, wir nur 3 Doppelstunden.")
ACHTUNG: Humor ist nicht gleich Ironie!!! Auf Ironie sollte im Unterricht verzichtet werden, da er oft auf die Beziehungsebene abzielt, Machtstrukturen manifestiert und von den SuS oft nicht oder falsch verstanden wird.
[edit] Literatur
- Bastian, Johannes & Combe, Arno & Langer, Roman (2001): Durch Sch�lerr�ckmeldung den Unterricht verbessern. In: P�dagogik, Heft 5 (2001), S. 6-9.
- Bohl, Thorsten (2001): Pr�fen und Bewerten im offenen Unterricht. S. 64-70.
- Bovet, Gislinde (1999): Praxis Lehrerberatung � Lehrerbeurteilung: Konzepte f�r Ausbildung und Schulaufsicht. Grundlagen der Schulp�dagogik Bd. 30., S. 38-55.
- Dubs, Rolf (1995): Lehrerverhalten. Ein Beitrag zur Interaktion von Lehrenden und Lernenden im Unterricht.
- Eikenbusch, Gerhard (2001): Erfahrungen mit Sch�lerr�ckmeldung in der Oberstufe. In: P�dagogik, Heft 5 (2001), S. 18-22.
- Gudjons, Herbert (2003): Frontalunterricht neu entdeckt. Integration in offene Unterrichtsformen.
- Gudjons, Herbert (2005): Bewegter Unterricht � Oder: Lehren und Lernen mit dem K�rper. In: P�dagogik, Heft 10 (2005), S. 6-9.
- Jander, Lothar B. (2004): Leben und �berleben in der Schule. Win-Win-Strategien f�r Lehrerinnen und Lehrer. S. 65-98.
- Langmaack, Barbara (1995): Wie die Gruppe laufen lernte.
- Meinhardt, Friederika (2005): Bei Momo in die Lehre gehen � Schritte zu einer Kultur des H�rens. In: P�dagogik, Heft 1 (2005), S. 19-23.
- Miller, R. (Hrsg.)(1996): Schule selbst gestalten. Beltz/P�d.Service 1996
- Neill, Sean & Caswell, Chris (1996): K�rpersprache im Unterricht: Techniken nonverbaler Kommunikation in Schule und Unterricht. S. 24-36.
- Schulz von Thun, Friedemann (1981): Miteinander Reden. Bd. 1.
- Timm, J.-P. (1998): Englisch lehren und lernen. Didaktik des Englischunterrichts. S. 70-77, S. 93-109.
- Watzlawick, Paul (2000): Menschliche Kommunikation. Formen, St�rungen, Paradoxien.
- Zimmermann, Wolf-Dieter (1997): Gespr�che f�hren � moderieren � beraten. Lehrerbildung kompakt, Bd.1.
Webseiten:
http://www.learnline.de/angebote/schulberatung/main/medio/banlass/gf/index.html http://www.guterunterricht.de/Seiten/Unterricht/ugespraech.htm http://www.neue-lernkultur.de/keynotes.php
[edit] II Kooperatives Lernen: Definition
Kooperatives Lernen bedeutet, dass sich SuS in Partner- oder Gruppenarbeit gegenseitig bei der Arbeit unterst�tzen und gemeinsam zu Ergebnissen gelangen. In gut strukturierten Lerngruppen wird unter Zuhilfenahme zahlreicher Methoden ein hohes Aktivierungsniveau der Lernenden erreicht mit nachhaltigen Erfolgen im kognitiven Bereich. Probleml�se- und Sozialkompetenz werden aufgebaut und f�hren h�ufig zu einem positiveren Selbstbild der Lernenden. Kooperatives Lernen im Englischunterricht erh�ht die H�ufigkeit und Intensit�t von Sprachkontakten und Sprachverwendung.
[edit] Ziele des Kooperativen Lernens
Aufbau von:
- Vertrauen
- Kommunikation
- Selbstwertgef�hl
- F�higkeiten zum kritischen Denken
- F�higkeiten zur Konfliktl�sung
- F�higkeiten zum Treffen von Entscheidungen
[edit] Die f�nf grundlegenden Elemente Kooperativen Lernens
1. Positive Abh�ngigkeit Die erste Anforderung an effektiv strukturierten kooperativen Unterricht liegt darin, dass Sch�lerinnen und Sch�ler glauben, dass sie gemeinsam sinken oder schwimmen. Innerhalb von kooperativen Lernsituationen haben Sch�lerinnen und Sch�ler zwei Verantwortungen:
- den zugewiesenen Stoff zu lernen,
- sicher zu stellen, dass alle Mitglieder der Gruppe den zugewiesenen Stoff lernen.
2. Individuelle Verantwortungs�bernahme Die �bernahme individueller Verantwortung entsteht dann, wenn die Leistung eines einzelnen Sch�lers gemessen wird, die Ergebnisse dem Team und der Gruppe zur�ck gegeben werden und der Sch�ler von den Gruppenmitgliedern f�r seinen Anteil am Gruppenerfolg zur Verantwortung gezogen wird. Es ist wichtig, dass die Gruppe wei�, wer mehr Hilfe und Unterst�tzung und Ermutigung beim Vollenden der Aufgabe braucht.
3. Direkte Interaktion mit dem Gegen�ber
..., wenn sich Gruppenmitglieder in solch unmittelbarer N�he zueinander befinden und so miteinander reden, dass dauerhafter Fortschritt gef�rdert wird.
4. Soziale F�higkeiten ..., wenn F�higkeiten im Bereich des menschlichen Umgangs miteinander es Gruppen erm�glichen, effektiv zu funktionieren beispielsweise
- jeder spricht der Reihe nach,
- ermutigt andere,
- h�rt zu,
- hilft,
- kl�rt Probleme,
- fragt Verst�ndnis ab und
- forscht nach
5. Evaluation Effektive Gruppenarbeit wird dadurch beeinflusst, ob Gruppen reflektieren, wie gut sie funktionieren. Gruppenreflexion kann als das genauere Betrachten einer Gruppensitzung verstanden werden, um:
- zu beschreiben, welche Handlungen von Mitgliedern hilfreich oder nicht hilfreich waren
- Entschl�sse zu fassen, welche Verhaltensweisen im Hinblick auf den Arbeitserfolg beibehalten und welche ver�ndert werden m�ssen.
Das Ziel der Reflexion von Gruppenprozessen besteht darin, dass die Effektivit�t der einzelnen Gruppenmitglieder im Blick auf deren Beitrag zur Erreichung des Gruppenziels gekl�rt und verbessert werden soll.
[edit] Vorteile des Kooperativen Lernens
- f�rdert eine positive Einstellung zum Unterrichtsgegenstand
- entwickelt ein h�heres Niveau von Denkfertigkeiten
- regt kritisches Denken an und hilft SuS bei der gedanklichen Kl�rung durch Diskussionen und Debatten
- entwickelt m�ndliche Kommunikationsfertigkeiten
- entwickelt soziale Interaktionsfertigkeiten
- ermutigt SuS Verantwortung f�r ihr Lernen zu �bernehmen
- steigert die Zufriedenheit der Sch�lerinnen und Sch�ler in Zusammenhang mit der Lernerfahrung
- f�rdert Teambildung und den gemeinsamen Ansatz ein Problem zu l�sen bei Aufrechterhaltung der individuellen Verantwortlichkeit
- schafft eine Umgebung aktiven, engagierten und exploratorischen Lernens
- baut die Selbstachtung der Sch�lerinnen und Sch�ler auf
- schafft eine Atmosph�re von Kooperation
- l�sst SuS Verantwortung f�reinander �bernehmen
- f�rdert positive interkulturelle Beziehungen
- beteiligt Sch�lerinnen und Sch�ler an der Entwicklung von Unterrichtspl�nen und Ma�nahmen in der Klasse
- verbessert F�higkeiten des Selbstmanagements
- passt zu konstruktivistischen Ans�tzen
[edit] Konsequenzen f�r mich als Lehrkraft
Arbeiten im Sinne Kooperativen Lernens bedeutet:
- Entwickeln und Nutzen eines breiten Methodenrepertoires
- Schulung der Wahrnehmungsf�higkeit der kognitiven, kreativen und sozialen Voraussetzungen der Sch�lerinnen und Sch�ler
In diesem Zusammenhang gewinnt der Aufbau professioneller Lerngemeinschaften an Bedeutung. Viele Lehrerinnen und Lehrer haben f�r sich entdeckt, dass Kooperatives Lehren und Lernen zu einem verbesserten Unterrichtsklima f�hrt und die Lehrkraft in den Stunden stark entlastet. Insbesondere bei gro�en Lerngruppen ergeben sich hier gute M�glichkeiten, viele Sch�lerinnen und Sch�ler gleichzeitig zu aktivieren und auch individuell beobachten und betreuen zu k�nnen.
[edit] Literatur
- Abele, Ulrich: Die Schulklasse als Gruppe. In: Leitfaden Schulpraxis. Hrsg. von Bovet, Gislinde & Huvendiek, Volker (2004), S. 387-408.
- Cagan, Spencer (1992): Cooperative Learning
- Dubs, R. (1995) Lehrerverhalten. Ein Beitrag zur Interaktion von Lehrenden und Lernenden im Unterricht.
- Klippert, H. (1999): Teamentwicklung im Klassenraum.
- Langmaack, B. (1995): Wie die Gruppe laufen lernte.
- Mitschka, R.(1997): Die Klasse als Team
- N�rnberger Projektgruppe (2001): Erfolgreicher Gruppenunterricht. Praktische Anregungen f�r den Schulalltag.
- http://www.learn-line.nrw.de/angebote/greenline/
Links
- Kooperatives Lernen: http://www.learn-line.nrw.de/angebote/greenline/
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